Erfurt: Polizisten sollen Frau in Gewahrsam vergewaltigt haben

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Zwei Polizisten sollen während eines Diensteinsatzes eine Frau vergewaltigt haben. Nun müssen sie sich vor dem Landgericht Erfurt dafür verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, im September eine Frau in deren Wohnung in dem Ort Marlishausen zum Sex gezwungen haben.

Bei einer Verkehrskontrolle hatte sich eine Polin mit einem gefälschten Pass ausgewiesen. Die Polizisten der Landespolizeiinspektion Gotha fuhren daraufhin mit der Frau in deren Wohnung in Marlishausen, um dort Hinweise auf ihre wahre Identität zu finden. Dort sollen die Beamten sie laut Staatsanwaltschaft vergewaltigt haben.

Einer der Angeklagten soll die Tatmit seinem Handy gefilmt haben. Später soll er die Aufnahmen gelöscht und das Handy in einen Bach geworfen haben. Die Videos konnten aber rekonstruiert werden und werden in dem Prozess eine Rolle spielen.

Während der Ermittlungen räumten die beiden laut Staatsanwaltschaft den Geschlechtsverkehr mit der Frau zwar ein, sprachen aber von einvernehmlichem Sex. Laut Anklage handelten sie aber deutlich gegen den Willen der Frau. Beide sitzen seit Herbst in Untersuchungshaft.

Die StaatsanwaltschaftErfurtwirft den Thüringer Polizisten gemeinschaftlichen sexuellen Missbrauch einer “behördlich Verwahrten” vor, sexuellen Missbrauch unter Ausnutzung einer Amtsstellung und gemeinschaftliche Vergewaltigung in einem besonders schweren Fall. Die Höchststrafe für das letzte Delikt liegt bei 15 Jahren Freiheitsstrafe.

Icon: Der Spiegel

 

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